Projekt Denkmalschutz

Seit 1989 führt die Abteilung "Projekt Denkmalschutz" erfolgreich eine Arbeits- und Integrationsmaßnahme für Bewohner von

· Heimen
· Notschlafstellen
· sozialen Brennpunkten

durch.

Zielgruppe dieser Integrationsmaßnahme sind seit 01.01.2005 "Personen, bei denen besondere Lebensverhältnisse mit sozialen Schwierigkeiten verbunden sind" (§ 67 SGB XII). Sie werden dem Projekt auf der Grundlage des § 16d Satz 2 SGB II durch das Jobcenter Saarbrücken zugewiesen: insbesondere Nichtsesshafte, Wohnungslose, Haftentlassene und Bewohner von Notunterkünften. Sie leben größtenteils auf der letzten sozialen Stufe unserer Gesellschaft. Dieser "Teufelskreis" wird durch das Betreuungsangebot der Abteilung "Projekt Denkmalschutz" mit nachfolgenden Schwerpunkten durchbrochen:

  • Angebot von qualifizierenden Arbeiten und Tätigkeiten im Hoch- und Tiefbau sowie Garten- und Landschaftsbau in Verbindung mit einem strukturierten Tagesablauf.
  • Herauslösung aus der Heimsituation oder aus schlechten Wohnstrukturen, Umsiedlung in akzeptablen Wohnraum, Sesshaftmachung und Stabilisierung der Personen im Wohnumfeld.
  • Information, Beratung, Entschuldung, Aufarbeitung von schulischen Defiziten, Förderung von Durchhaltevermögen, Einübung von sozialem Verhalten, Betreuung am Arbeitsplatz und im Wohnbereich, usw. durch den Sozialen Dienst, der mit sämtlichen relevanten Institutionen wie Sozialämtern, Wohnheimen, Justizvollzugsanstalten, Agenturen für Arbeit, Jobcentren, Landesversicherungsanstalten, Fachkliniken, usw. kooperiert.

Der Arbeitsbereich der Abteilung "Projekt Denkmalschutz" liegt im Weltkulturerbe Völklinger Hütte in den Gewerken Hoch- und Tiefbau sowie bei der Landeshaupstadt Saarbrücken im Garten- und Landschaftsbau. Aufgrund der Schwierigkeiten des Aufgabenfeldes ist bei den Arbeiten auf den Baustellen des Weltkulturerbes Völklinger Hütte ein hoher Qualitätsstandard durch die Maßnahme zu gewährleisten. Die Qualifizierung findet auf höchstem fachlichem Niveau statt. Entsprechend vielfältig sind die Tätigkeitsfelder, die je nach Art der Arbeiten erheblich variieren. Sie reichen von Pflanz- bzw. Unterhaltungsarbeiten im Wege- bzw. Parkplatzbau im Garten- und Landschaftsbau bis hin zu Arbeiten im Tief- und Hochbaubereich. Dies bietet dem Teilnehmer eine optimale Vorbereitung auf das spätere Berufsleben.

Das Integrationsmodell der Neue Arbeit Saar dient in hohem Maße der Selbstverwirklichung bzw. Stärkung des Selbsthilfewillens.

Es ermöglicht den Personen, ein eigenständiges Leben zu führen und befähigt sie darüber hinaus, nach Abschluss der Maßnahme unabhängig von betreuenden Strukturen zu leben.

Unterstützt wird die Maßnahme durch das Jobcenter Saarbrücken, das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr, durch ESF-Finanzierung und Landesmittel.

(Stand: November 2013)

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die geschlechtsspezifische Schreibweise verzichtet.